Wer wenn nicht wir ?!
Naziaufmarsch blockieren !
Das selbstbestimmte Leben erkämpfen !
Der 1. Mai ist seit über 100 Jahren der internationale Kampftag der ArbeiterInnenklasse. Überall auf der Welt kämpfen Menschen an diesem Tag, gegen die Auswirkungen des Kapitalismus, Unterdrückung, Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit. So auch in Nürnberg auf der revolutionären 1. Mai-Demo. Die Nazis versuchen dieses Jahr wieder durch Nürnberg zu marschieren. Doch nicht mit uns! An diesem Tag, an dem wir uns für eine gerechte Welt einsetzen, haben Nazis nichts zu suchen! Der 1. Mai ist unser Tag, und das wird er bleiben!
Faschisten bekämpfen!
Auf der Straße, in den Medien, in den Parlamenten, in den Köpfen - überall sind verstärkt nationalistisches Denken und ausländerfeindliche Äußerungen zu finden. Dabei tun sich die Neonazis mit ihrem faschistischen Weltbild, das sich gegen Menschen stellt die nicht ihrer Vorstellung vom „echten Deutschen“ entsprechen, besonders hervor.
Ob Parteien mit rassistischen Wahlkampfplakaten oder direkte Gewalt gegen MigrantInnen, für viele Menschen sind rassistische Anfeindungen und Übergriffe keine Ausnahme.
Immer wieder kommt es vor allem in den Innenstädten oder an Bahnhöfen zu gewalttätigen Angriffen auf Andersdenkende und MigrantInnen. Neben diesen Übergriffen gibt es aber auch organisierte Aktionen, wie beispielsweise Brandanschläge auf Wohnhäuser von AsylbewerberInnen. Außerdem sammeln Nazis im Rahmen ihrer sog. “Anti-Antifa”-Arbeit Namen, Adressen und Fotos von politischen GegnerInnen und veröffentlichen diese dann zusammen mit Aufrufen zur Gewalt im Internet.
Durch häufige Aufmärsche versuchen die FaschistInnen nationalistische Parolen auf der Straße zur Normalität zu machen. Das oberfränkische Gräfenberg wird seit über einem Jahr monatlich durch Aufzüge von Nazi terrorisiert. Doch schon seit den ersten Demonstrationen der NPD leisten die Gräfenberger BürgerInnen kreativ und laut Widerstand.
Nicht erst seit die Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) vor der letzten Kommunalwahl im März die gesamte Stadt mit ihren Wahlplakten zukleisterte, sind auch in Nürnberg neonazistische Parteien und ihre menschenverachtende Ideologie zum alltäglichen Anblick geworden. Dass der Zuspruch für die FaschistInnen wächst zeigt sich da sie seit einigen Jahren in den Parlamenten immer mehr Erfolge haben. So sitzt in Nürnberg seit März neben dem Neonazi Ralf Ollert auch Sebastian Schmaus für die BIA im Stadtrat. Dieser ist gleichzeitig als Photograph für die „Anti-Antifa“ aktiv. Wer in der Wahlpropaganda der Nazis aussieht wie andere PolitikerInnen auch, ist in Wirklichkeit der gleiche der MigrantInnen verprügelt, Andersdenkende überfällt und ihre Wohnorte angreift.
Wir dürfen nicht zulassen dass die Nazis zur Normalität werden, deshalb ist es wichtig mit allen Mitteln, auf allen Ebenen Widerstand gegen die scheiß Nazis zu leisten.
Dass die NPD in Fürth nicht in den Stadtrat einziehen konnte ist antifaschistischem Widerstand zu verdanken. Flugblätter, Demos und offensive Aktionen prägten das Stadtbild und nahmen so den Nazis den Wind aus den Segeln.
Auch in Nürnberg mangelt es keinesfalls an Kreativität. So wurden immer wieder unzählige Plakate zerstört, Veranstaltungen verhindert und Stände der BIA gestört.
Und genau dieser selbstorganisierte Widerstand ist wichtig, denn Bullen und politisch Verantwortliche hindern weder hier noch anderswo die Nazis an ihrem Auftreten. Vielmehr setzen sie Nazidemos gegen antifaschistischen Protest durch. Gleichzeitig bereiten bürgerliche Parteien den Weg für rechtsextremes Denken.
Vorhandenen Existenzängste werden benutzt um Abneigung gegen alle vermeintlichen Konkurrenten zu schüren. So wird versucht uns weis zu machen jede/r AusländerIn könne uns den Arbeitsplatz wegnehmen und jede/r Arbeitslose läge uns auf der Tasche. In einer Zeit, in der die Situation am Arbeitsmarkt uns dazu zwingt immer höhere Leistungen für weniger Geld zu erbringen, in der wir als SchülerInnen kaum eine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben, finden solche Äußerungen der Parteien bei vielen Menschen Anklang. Diese bieten scheinbar leichte Lösungen für schwerwiegende Probleme.
Begründet wird die Meinung, MigrantInnen oder Flüchtlinge hätten hier nichts zu suchen, oft mit dem Argument, es gäbe bereits genug Arbeitslose und die Wirtschaft würde das nicht verkraften. Ein Wirtschaftssystem das auf Ausgrenzung und Ausbeutung vieler, durch einige wenige beruht, stellt jedoch kaum jemand in Frage.
Die Alternative leben!
Alles in dieser Gesellschaft, dem kapitalistischen System, ist darauf aufgebaut, dass Menschen die Verantwortung für ihr eigenes Leben genommen wird. Bereits in der Schule werden wir darauf vorbereitet. Wir sollen uns alle nur untereinander treten, aber auf keinen Fall nach denjenigen, die über uns stehen, wie LehrerInnen und RektorInnen. Wir sollen uns daran gewöhnen Hierarchien zu akzeptieren und Anordnungen zu folgen.
Schon mal drüber nachgedacht, das eigene Leben endlich in die eigenen Hände zu nehmen, statt alle Entscheidungen von irgendwelchen Abgeordneten, LehrerInnen oder Chefs treffen zu lassen?
Wenn z.B. Lehrer einzelne Schüler andissen oder verarschen, um sich beim Rest der Klasse einzukaufen, richtet das sich gegen uns alle. Wehren wir uns zusammen, wenn unsere Situation an der Schule immer beschissener wird, wenn Entscheidungen getroffen werden sollen, die uns nicht passen und wenn immer mehr Druck auf uns ausgeübt wird. Organisierter Widerstand von Schülern ist erfolgreich.
In den Niederlanden sah ein neues Gesetz vor, dass die SchülerInnen bis spät am Abend in der Schule bleiben sollten um den Stoff des Lehrplans in sich reinpressen zu lassen. Ende 2007 traten fast alle SchülerInnen zwischen 11 und 20 Jahren in den Streik. Vielleicht erinnert sich noch wer an den Beginn des Irakkrieges 2003, da gab es auch in Nürnberg Schulstreiks mit mehr als 10.000 TeilnehmerInnen. Natürlich hagelte es damals teilweise Verweise durch die Schulleitung, aber gemeinsam waren wir alle stark.
Und wenn es hier geht, dann ja wohl auch anderswo.
In unserer wenigen Freizeit sollen wir dazu gebracht werden unser ebenfalls weniges Geld auf den Kopf zu hauen. Aber oft reicht´s eben dann doch nicht für den Eintritt in die Disko oder die Getränke in der Kneipe. Wenn wir aber in den “öffentlichen” Raum gehen und in Parks Party machen oder Grillen, stehen in kürzester Zeit die Bullen auf der Matte und vertreiben uns. Wir sollen weiter brav konsumieren und 3,50 pro Bier in der Disko zahlen.
Lasst uns aufhören zu konsumieren und anfangen zu leben.
In einem selbstverwalteten Zentrum können wir unser Leben zeitweise selbst bestimmen, ohne ständige Zwänge und Menschen, die uns sagen wie wir uns zu verhalten haben. Es bietet uns die Möglichkeit zusammen auf gleicher Ebene eigenen Entscheidungen zu treffen. Hier können wir ohne den ständigen Konsumzwang unsere eigenen günstigen Partys und Konzerte organisieren, Filmabende veranstalten oder einfach nur chilln und mit Leuten labern. Hier ist es möglich gemeinsam mit anderen neue Ideen zu entwickeln, alternative Lebenskonzepte auszuprobieren und sich selbst zu verwirklichen. Und wenn uns was konkret stört, wie beispielsweise eine Nazikneipe, können wir uns hier treffen, um uns gemeinsam dagegen zu organisieren.
Es gibt genug Beispiele von selbstverwalteten Zentren in anderen Städten. In Erlangen kann man sehen, dass es funktioniert, wenn eine Gruppe von Menschen in Eigeninitiative einen Freiraum aufbaut, der mittlerweile zum Treffpunkt für viele verschiedene Leute geworden ist.
Nehmen auch wir den Kampf für ein freies und selbstbestimmtes Leben auf!
Tragen wir unsere Wut über alles was uns an diesem System ankotzt am 1.Mai auf die Straße.
Zeigen wir den Herrschenden, dass wir schon lange genug von der ständigen Ausbeutung und Spaltung haben, treten wir gemeinsam den Nazis mit allen Mitteln in den Arsch und lassen wir uns von niemandem, auch nicht von den Bullen, aufhalten den Naziaufmarsch zu blockieren und für ein freies Leben zu kämpfen!
Für die Freiheit für das Leben, Nazis von der Strasse fegen
Freiräume erkämpfen und verteidigen!
Für die soziale Revolution!
Treffpunkt für alle AntifaschistInnen ist die “revolutionäre 1. Mai” Demo, die in Gostenhof startet. Los geht´s um 10.30 Gostenhofer Hauptstr./Bauerngasse.
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I-R-A - 12. Apr, 17:36